MegaSonixx Sheeps

Von Zeit zu Zeit bieten wir auch eingehütete Schafe an. Ab 2022 werden auch Drenthe Heideschaflämmer verfügbar sein. 

Die MegaSonixx Schäfchen sind selbstverständlich Border Collie gewohnt, Klauen gepflegt, regelmäßig entwurmt, geimpft und E-Netz gewohnt. 

Die Schafe sind ein-, aber nicht tot gehütet und laufen brav und flott. 

 

Zur Zeit haben wir einen Trupp aus Fuchs- und Drentheschafen abzugeben. 3-4 jährig, flott und nett. Bei Interesse kontaktiert uns gerne. 

Rasseportrait des Drenthe Heideschafs

Das Drenthe Heideschaf ist die älteste Schafrasse auf dem westeuropäischen Festland. Ab etwa 4000 v. Chr. erscheint es im Gebiet der heutigen niederländischen Provinz Drente, vermutlich mitgebracht von Einwanderern aus dem heutigen Frankreich. Das Drenthe Heideschaf ist damit das letzte Überbleibsel einer Schafhaltung, wie es sie dort  schon vor etwa 6.000 Jahren gab.

Das Drenthe Heideschaf ist im Gegensatz zu veredelten Schafrassen in der Lage, in kargen Heidegebieten zu überleben. Noch im letzten Jahrhundert haben Heideschafe einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Flächen geleistet. Tagsüber zog die Herde, geführt von einem Schäfer und seinen Hunden, über die Heide, nachts wurden die Schafe in die Koppel gesperrt. Der in der Koppel gesammelte Mist wurde mit  Grassoden vermischt und damit die Feldflur (das Ackerland) gedüngt. Ohne Schafmist wäre Ackerbau in jener Zeit praktisch nicht möglich gewesen.

Als der Kunstdünger aufkam, wurde Schafmist überflüssig. Heideflächen wurden urbar gemacht und die Heideschafe wurden nicht mehr gebraucht. Weil ein Heideschaf auch sonst wenig produktiv ist, war damit ihre ökonomische Basis weggefallen. Die Drenter Heideschafe des alten Typs sind dadurch zum größten Teil verschwunden.

Auf den kargeren Heideflächen wurde immer öfter ein Schoonebeeker Bock eingesetzt. So entstand eine Kreuzungsrasse, das sog. Drenthe Heideschaf Neuer Zuchtrichtung. Dieses Schaf hat die Ramsnase der Schoonebeekers und oft auch dessen Farbabzeichen auf dem Vlies. Die Hörner der Böcke sind einigermaßen degeneriert. Sie besitzen eine engere Spirale und wachsen dichter an den Backen, manchmal wachsen die Spitzen sogar in Wangen oder Kiefer ein. Ein Großteil der Drenther Heideschafe, denen man heute begegnet, entsprechen diesem neuen Typ.

Das Aussterben der Rasse schien schon fast unabwendbar, da wurde 1948 im Ort Ruinen glücklicher Weise eine Herde Drenthe Heideschafe gestiftet. Die Schafe kamen aus Restbeständen einer Herde in Kralo, von Wessel Luten aus Ruinen, Wellem Huizing aus Emmen und einigen privaten Haltern. Huizing wurde fester Schäfer der Herde, Luten wurde unregelmäßig als Schäfer eingesetzt.

Im Jahre 1977/78 machte W. van Helden von der damals neu gegründeten „Stichting Zeldzame Huisdierrassen” (SZH), eine Bestandsaufnahme des Drenthe Heideschafs. Er traf zumeist Kreuzungstiere an, sowohl bei Hobbyhaltern als auch in den Herden. Alle waren guten Willens, aber es gab keine gemeinsame Organisation oder Zielsetzung.

Seit 1985 besteht der Züchterverband „Nederlandse Fokkersvereniging het Drentse Heideschaap“. Sein vorrangiges Ziel ist die Förderung der Zucht des Drenter Heideschafs alten Typs. Die Initiatoren waren Frans Westenbrink, Bert van Opstal und Wim Dimmers. Erstgenannter stand schon seit einiger Zeit in Kontakt mit der SZH. Eine erste Informationsschrift und die Rassebschreibung wurden in enger Abstimmung mit dem Zuchtbeauftragten der SZH, Van Helden, erstellt.

Schon seit seiner Gründung ist es das Ziel des Züchterverbands, die Diversität der Rassemerkmale zu erhalten, indem so viele geeignete Tiere wie möglich zur Zucht zugelassen werden. Bei den Körungen werden daher keine Prämierungen vorgenommen, weil sonst das Risiko besteht, dass nur mit den prämierten Tieren und deren Nachkommen weitergezüchtet wird. Damit wäre das Risiko von Inzucht und des Verlusts von rassetypischen Farbschattierungen verbunden.

Die Eigentümer von Schafherden in der Provinz Drente, zumeist gemeinnützige oder halböffentliche Einrichtungen, übten sich anfangs in interessierter Zurückhaltung. Sie hatten genug zu tun mit der Rettung der Heide und dem Aufbau von Fonds für die Unterhaltung der Herden. Inzwischen arbeiten die großen Herdenhaltungen im Züchterverband mit. Sie setzen registrierte Bücke ein und lassen ihre Mutterschafe ebenfalls durch Zuchtwarte beurteilen. Das hat die Anzahl registrierter Tiere erheblich gesteigert. In der Deckzeit werden in den Herden immer mehrere Böcke gleichzeitig zugelassen. Das Aufteilen der Herden und das individuelle Belegen ist zu arbeitsintensiv und daher zu teuer. Außerdem stellen die Herden auch eine touristische Attraktion dar und eine Aufteilung der Herden in der Deckzeit ist nicht erwünscht. Der Einsatz mehrerer Böcke in den großen Herden hat darüber hinaus den erwünschten Nebeneffekt, dass die natürliche Auslese im ursprünglichen Lebensraum zur Erhaltung und Verstärkung der Rassemerkmale beiträgt.

Jennifer Matyba

Mühlentalstraße 27

57629 Wied

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